Wie bist du zum Schreiben gekommen – gab es einen Auslöser oder Aha-Moment?
Geschrieben habe ich seit der 2. Klasse, als ich verstanden habe, dass Worte zaubern können. Nachdem ich diesen Zauber in meinen Zwanzigern fast vergessen hätte, inspirierte mich 2022 ein Besuch der Pfahlbauten am Bodensee unerwartet zu meinem ersten Roman. Das Schreiben hat mich seither nicht mehr losgelassen.
Was begeistert dich am Schreiben besonders?
Dass es mir ermöglicht, mich selbst besser kennenzulernen. Um es mit den Worten von Hape Kerkeling auszudrücken: "Auf dem Weg treffe ich eigentlich immer wieder nur auf eins: auf mich."
Was inspiriert dich?
Historische Ereignisse, zufällige Gesprächsfetzen und die Natur. Ganz besonders aber auch die vielen kleinen Momente zwischen Leben und Tod, die ich als Pflegekraft in einem Hospiz erleben darf und die meinen Blick für die Dinge geschärft haben, an denen man so oft vorüber eilt.
Welche Hürden musstest du auf dem Weg zur Veröffentlichung nehmen und was würdest du anderen mitgeben?
Ich musste lernen, mich parallel zum Schichtdienst und später als Mutter mit Baby zum Schreiben zu motivieren und trotz Selbstzweifeln immer weiterzumachen. Den eigenen Schweinehund besiegt man übrigens am besten, wenn man ihm einen Namen gibt. Meiner heißt Herbert und lümmelt lieber vor Netflix, statt zu schreiben. Tja Herbert, das war wohl nix!
Wie fühlte sich der Moment, als du erfahren hast, dass dein Buch veröffentlicht wird?
Bis heute einfach nur unwirklich. Ich werde es wohl erst so richtig glauben können, wenn ich mein Buch in den Händen halte. Aber ist das nicht immer so, wenn große Träume in Erfüllung gehen?
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